StartseiteLebensfeiern - SakramenteKrankensalbungBedeutung der Krankensalbung

Alle Menschen werden irgendwann einmal krank. Manchmal geht die Krankheit rasch vorüber, manchmal bedroht sie das Leben. Viele Krankheiten verursachen nicht nur äußere Schmerzen, sondern stellen den Menschen auch vor innere Probleme. Er erfährt die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit, wird in seiner Freiheit eingeschränkt, erlebt das Gefühl der Ohnmacht. Krankheiten bringen oft Sorgen, Angst und Verzweiflung mit sich. Vielfach reißen sie den Menschen aus dem normalen Leben und zwingen ihn zur Untätigkeit. Manchmal sind Krankheiten Vorboten des Todes. Sie können den Glauben an Gott stärken oder in Frage stellen.

Kranke machen Erfahrungen, die Gesunde nicht so leicht machen. In ihnen können Kräfte entstehen, die sie vorher nicht gekannt haben. Sie lernen Geduld, denken über sich selbst nach, wissen den Wert des Lebens und der Gesundheit mehr zu schätzen als früher, fragen nach dem Sinn ihres Daseins.

Jesus hat in seinem Leben oft Kranke geheilt. Durch ihn wurden Blinde sehend, Stumme sprechend und Lahme gehend. Seinen Jüngern hat er den Auftrag gegeben: "Heilt Kranke!" (Mt 10, 8; Mk 16, 18). Wo Christen diese Fähigkeit nicht haben, sollen sie sich wenigstens intensiv um Kranke kümmern und für sie sorgen. Kranke zu besuchen ist für Christen eine gute Tat.

Es gibt ein Sakrament der Krankensalbung, das jenen gespendet wird, deren Gesundheit bedroht ist. Ein Priester salbt die Stirn und die Hände des Kranken mit geweihtem Olivenöl und spricht dabei die Worte:

Zur Salbung der Stirn:
»Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes.«

Zur Salbung der Hände:
»Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.«

Die Krankensalbung soll bei ernsthaften Krankheiten gespendet werden. Aber sie ist nicht das Sakrament im Angesicht des Todes. Wenn der Tod nahe bevorsteht, soll der Kranke, sofern er dazu noch in der Lage ist, das Sakrament der Buße und vor allem die Eucharistie empfangen. Sie soll dem Sterbenden als »Wegzehrung« für den letzten Weg Hoffnung und Mut machen.

Krankenkommunion - In der Patene sind konsekrierte Hostien, Leib Christi.


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