StartseiteLebensfeiern - SakramenteTaufeBedeutung der Taufe

Christ werden ...

Niemand wird als Christ geboren. Christ ist man nicht automatisch. Damit man Christ wird, muss etwas geschehen. Wir nennen das Ereignis, durch das einer Christ wird, die Taufe. In christlichen Familien werden in der Regel die Babys kurz nach der Geburt getauft. Es war früher und ist auch heute nicht selten, dass Erwachsene die Taufe empfangen, wenn sie Christen werden wollen. Vielleicht wird die Erwachsenentaufe in Zukunft häufiger oder sogar zum Normalfall.

Durch die Taufe - wird ein Mensch in die Gemeinschaft der Christen hineingeboren. Sie bezeichnet den Anfang seines Christseins.

Der Auftrag Jesu

 
Nach Auskunft des Matthäusevangeliums hat Jesus selbst nach seiner Auferstehung seinen Jüngern mit seinen letzten Worten den Auftrag zum Taufen gegeben, als er sagte:  
 
"Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

Mt 28,19f.  
 


Die Taufe wird heute in der Regel festlich begangen: Wer die Sprache der Symbole versteht, wird die Bedeutung der Taufe leicht erkennen. Sie sagt nicht mehr und nicht weniger als das: Hier findet gleichsam eine zweite Geburt statt. Ein Kind, das durch die erste Geburt in die Menschheit gekommen ist, wird nun durch die zweite Geburt in die Kirche aufgenommen. So markiert die Taufe für den Christen ein unvergleichlich wichtiges Lebensdatum.

Bei einer Kindertaufe versammeln sich in der Regel die Eltern, die Paten sowie Verwandte und Freunde der Familie an einem Taufbecken in der Kirche. Der Priester oder der Diakon, der die Handlung vollzieht, weist zuerst auf die Bedeutung der Taufe hin und fragt dann, welchen Namen das Kind erhalten soll. Er fordert alle auf, dem Bösen und dem Teufel zu widersagen und den Glauben zu bekennen.

Der Höhepunkt liegt dann vor, wenn der Priester dem Kind das Taufwasser über die Stirn gießt und dabei die Worte spricht:

"Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Danach salbt er die Stirn des Kindes mit geweihtem Öl (Chrisam), wie Könige früher für ihr Amt gesalbt wurden. Er legt dem Kind ein weißes Taufkleid an, um so zu zeigen, dass für das Kind ein neues Leben beginnt, in dem es das Dunkel des Bösen überwinden kann. Nun entzünden die Eltern und die Paten eine Kerze am Licht der Osterkerze, die in der Osternacht festlich geweiht worden ist. Dadurch wird deutlich, dass die Taufe die Verbindung zur Auferstehung Jesu herstellt. Wie Jesus vom Tod zur Auferstehung gelangt ist, so ist auch das Kind nun auferstanden und in den Lebensraum Gottes gekommen. Es erhält die Kraft in seinem Leben die Aufgaben zu übernehmen, die Christen in der Welt haben. Zum Abschluss danken alle voll Freude für das Geschehen.

Übgergießen mit Wasser - "Ich taufe dich im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes."


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